Der Druck immer perfekt sein zu müssen – Warum Fehler keine Fehler sind.

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Immer wieder erlebt man Situationen, in denen es keinen Raum zulässt Fehler zu machen. Man wird vom Aussen kritisiert, bewertet. Man fühlt sich schlecht, vielleicht sogar als Versager. Das Selbstwertgefühl sinkt. Und irgendwann getraut man sich überhaupt nichts mehr zu tun aus Angst, Fehler zu machen.

Aber machen wir denn wirklich Fehler in unserem Leben? Sind es nicht einfach Wege oder Möglichkeiten, die vielleicht nicht dem Gesellschaftsbild entsprechen? Ist es nicht auch möglich, dass du eine andere Sichtweise von Dingen hast, als dein Gegenüber? Gibt es nicht verschiedene Wege, Lösungen, die dich ans Ziel bringen?

Sind es nicht oftmals die Meinungen und Erwartungen der Anderen, dass du den gleichen Weg gehen sollst?

Im Gegenzug bist du vielleicht von etwas sehr strikt überzeugt und erwartest, dass dein Gegenüber deine Sichtweise teilt?

Unsere Kinder im Schulsystem werden schon ganz früh mit dem Thema konfrontiert perfekt sein und ins Gesellschaftsbild passen zu müssen. Obwohl das heutige Schulsystem schon viel mehr Spielraum zulässt als früher, erlebe ich trotzdem immer wieder Situationen, wo die Kinder unsicher werden. Situationen, wo sie verglichen und bewertet werden. Sie müssen alle gleich sein. Im Grunde ist dies normal und auch legitim. Oder sind es vielleicht die Eltern die vergleichen, bewerten und unsicher sind? Wir betrachten unsere Spiegel im Aussen, vergleichen uns, suchen unsere Identität in unserem Gegenüber. Wir wollen gleich auf sein, wollen ins Bild passen und nicht als Versager oder Looser da stehen.

Das Betrachten des Aussen bzw. Gegenübers ist nicht nur schlecht, es kann auch eine Inspiration sein und dich vielleicht noch mehr und gezielter auf deinen Weg bringen.

Lässt man sich aber verunsichern durch die Aussagen und Qualitäten der Anderen, kann das auch sehr oft zu Verwirrungen führen. Wenn man nämlich das Gefühl hat, dass man es gleich machen muss, wie das Gegenüber, kann das grossen Druck auf einem selber ausüben. Als Beispiel: Wenn mein Gegenüber wirklich gut zeichnen kann und ich jetzt das Gefühl habe, dass ich das auch so machen muss, löst das Druck aus. Dazu kommt, dass mein Gegenüber ja auch sehr viel Lob für seine Kreativität bekommt. Also strenge ich mich noch mehr an, schliesslich will ich das ja auch. Und so fängt die Spirale an seine Kreise zu drehen. Man vergleicht, macht nach und der Druck wird immer grösser. Je grösser der Druck, desto höher die Fehlerquelle, desto mehr strengt man sich an usw.

Gleichzeitig hört man auf zu schauen, was seine eigenen Qualitäten sind.

Man macht nach und kopiert. Man verliert sich so zu sagen aus den Augen, passt sich an. Auf lange Sicht macht das oft unzufrieden und man fängt an zu suchen. Suche nach Glück, Erfüllung, Freude, Inspiration, nach seiner wahren Identität.

Woraus besteht nun die Kunst? Unsere Kinder fangen ab der ersten Minute an uns Eltern zu kopieren, uns zu beobachten, uns nach zu machen. Für sie sind wir als Eltern ihre einzige Wahrheit. Je grösser sie werden, desto mehr weitere, fremde Einflüsse, Sichtweisen und Inspirationen erleben die Kinder. Das kann man nicht verhindern und ist auch voll okay. Was aber hilfreich ist, dass man ihnen das Vertrauen schenkt und den Mut, dass sie betrachten dürfen, aber trotzdem ihre eigenen Stärken nicht ausser Acht lassen. Sie sollen lernen sich gegenseitig zu nähren und zu unterstützen, jeder in seiner Fähigkeit und Kompetenz.

Und dies gilt natürlich für uns Erwachsene genauso. Wir müssen uns nicht vergleichen, Angst haben, nicht zu genügen, nicht perfekt zu sein. Es gibt keine Fehler, sondern einfach verschiedene Möglichkeiten einen Weg zu bestreiten. Und oftmals geht es darum zu erkennen, dass wir uns nicht konkurrenzieren, sondern ergänzen. Es geht darum, seine eigenen Stärken zu erkennen, diese zu fördern und diese auch zu leben. Lässt man das Aussen an seinen eigenen Stärken teilhaben, können beide davon profitieren. Lässt man zu, dass Inspiration auch vom Aussen kommen kann, dann entsteht ein Ausgleich. Ich lasse dich teilhaben an meinem (Inneren)-Wissen und du lässt mich teilhaben an deinem (Inneren-)-Wissen.

Der Druck perfekt sein zu müssen, entsteht oft, wenn man vergleicht mit anderen Personen, anderen Projekten.

Aber man kann nicht vergleichen, denn jeder ist individuell und jeder Weg ist individuell. Auch jede Sichtweise ist anders. Aber sie können sich gegenseitig als Inspiration dienen.

Übung:

  • Nehme dir kurz Zeit und atme drei Mal tief ein und wieder aus. Atme tief in den Bauch. Spüre beim Einatmen, wie der Bauch sich füllt und beim ausatmen, wie du alles loslässt und entspannst.
  • Spüre ganz bewusst, wie du den Fokus auf dich und deine Mitte richtest.
  • Jetzt visualisiere dir ein Bild von dir, wo du etwas machst, was du gerne tust und gut kannst. Vielleicht siehst du dich am Blumen pflanzen oder biken. Egal was, es muss nichts aussergewöhnliches sein.
  • Nimm dieses Bild von dir und spüre, wie sich die Freude in dir ausbreitet. Lobe dich selber für das, was du so gut kannst. Sei stolz auf dich. Klopfe dir auf deine Schultern.

Vielleicht hast du Lust diese kleine Übung immer wieder in deinen Alltag ein zu bauen, besonders dann, wenn du gerade mal an dir zweifelst. Nutze immer wieder die Kraft des Visualisierens, hole dir immer wieder positive Bilder über dich hoch und stärke diese.

Jeder Mensch ist einzigartig und wundervoll, jeder hat ein riesen Potential in sich drin und eine eigene Farbschwingung. Fange also an dich selber zu entdecken.

Ich wünsche dir viel Spass beim Erkennen deines Potentials. Und falls du Unterstützung brauchst, bin ich gerne für dich da.

 

Herzliche Grüsse
Sarah

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